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„Brandschutzübung in unserer Werkstatt 

Von Zeit zu Zeit findet in unserer Werkstatt eine Evakuierungsübung statt, damit jeder weiß, wie er sich im Brandfall verhalten muss. Der Alarm ist ein lauter, schriller Ton und für alle gut hörbar. 

Uns wurde gelernt, dass wir unsere Räume auf dem kürzesten Weg verlassen sollen. Beschäftigte, die gut zu Fuß sind, nehmen ihre Kollegen im Rollstuhl oder mit einer Gehbehinderung mit nach draußen. 

Ich finde solche Übungen ganz wichtig und erforderlich, damit jeder von uns weiß, wie er sich im Brandfall verhalten muss. 

Wenn es diese Übungen nicht gäbe, würde im Falle eines Brandes alles drunter und drüber gehen. Das Entscheidende ist, sich selber und seine Kollegen zu retten und ihnen zu helfen, das Gebäude zu verlassen. Gegenstände kann man im Ernstfall zurücklassen, sie sind ersetzbar. Die Werkstatt sollte erst wieder betreten werden, wenn es der Werkstattleiter sagt. 

Manchmal fällt mir die schnelle Flucht ganz nicht so leicht. Zum Beispiel abends, wenn ich schon im Bett liege, und dann wieder aufstehen muss. In solch einem Fall muss ich mich erstmal besinnen und dann das Haus verlassen. 

Beherzigt bitte meine Tipps, damit ihr diese Ausnahmesituation gut übersteht! Natürlich hoffe ich, dass es nie dazu kommt. 

Liebe Grüße, Ralf!“ 

- Illustration mit KI erstellt -

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„Das muss man mal gesehen haben! - unser Besuch auf der Landesgartenschau

Es war eine Überraschung von meiner Mutter für mich. Am vergangenen Sonnabend sind wir mit unserem Auto nach Leinefelde auf die Landesgartenschau. Schon am Zaun, der das gesamte Gelände der Gartenschau umschloss, empfing uns das Maskottchen der Veranstaltung, ein lustiges Männchen, das aus einem Blumentopf guckt und den Besuchern zuwinkt. Das fand ich witzig. 

Wir gingen über die Gartenschau und sahen uns alles an. Am besten gefielen mir die Frauen, die sich als Blumentöpfe verkleidet hatten und so über das Gelände liefen. Eine von ihnen war so nett und ließ sich mit mir fotografieren. 

Mein zweiter Höhepunkt war die Besichtigung des Blumenblock´s. Ein ehemaliger Wohnblock wurde zum Blumenblock umgestaltet. Das sah man schon an seiner Fassade, die mit einem Plakat, Schmetterlingen und Blumen geschmückt war. Er sah jetzt richtig ansprechend aus. Da er einen Fahrstuhl hatte, konnten wir in jede Etage fahren. In ihm gab es jedoch nicht nur Blumen zu bestaunen, sondern auf einer Ebene war eine Wohnung aus DDRzeiten nachgestellt. Ich erinnere mich an ein Wohn- und an ein Schlafzimmer aus der damaligen Zeit. Vieles kannte ich auch nicht mehr so, an anderes habe ich mich aber erinnert. 

Leider waren manche Türen so schmal, dass ich mit meinem Rollstuhl nicht hineinfahren, sondern nur hineingucken konnte. Mit vielen schönen Eindrücken und Gestaltungsideen für Gärten kehrten wir am spätem Nachmittag nach Breitenholz zurück. 

Ich danke meiner Mutter für diesen tollen Ausflugstag und wünsche der Gartenschau noch viele interessierte Besucher. 

Liebe Grüße, Ralf!“

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„Gruppeneinkauf mit Begleitung bei Netto 

Meistens findet er am Sonnabendmorgen nach dem Frühstück statt. Wir Bewohner aus der Gruppe Elisabeth gehen dann gemeinsam mit einer unserer Betreuerin in den Netto. Dieser Laden ist nicht weit von unserem Wohnheim entfernt. Bei diesem Einkaufsbummel sucht sich jeder ein Lieblingsprodukt zum Beispiel ein Getränk aus, das es im Alltag im Heim nicht so gibt. 

Mir gefällt dieses Angebot sehr gut, weil auch Bewohner die Möglichkeit haben, die nicht allein einkaufen können. Nicht alle Bewohner können mit Geld umgehen und verstehen, was ihr Geld wert ist. Daher kommt ein Betreuer mit, der dann sagt, das kannst du dir kaufen- und das nicht. 

Es ist wie im richtigen Leben, Menschen mit einer Beeinträchtigung haben auch Wünsche oder möchten die Erfahrung machen, wie es ist, in einem Regal auszusuchen oder in einer Schlange an der Kasse zu stehen. Das ist ein Stück Teilhabe am Leben. Das ist ein anderes Gefühl, als nur die Bitte zu äußern, „bring mir mal bitte das oder jenes mit!“ 

Liebe Grüße, Ralf!“ 

Ralf wohnt im Raphaelsheim in Heilbad Heiligenstadt, arbeitet in den Eichsfelder Werkstätten und gibt uns wöchentlich Interessante Einblicke in sein Leben. Wenn dir sein Beitrag gefallen hat oder du Fragen hast, schreib uns gerne in den Kommentaren oder lass ein Like da. ❤️
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🏅 45. Behindertensportfest im Eichsfeld

Rund 430 Sportlerinnen und Sportler, spannende Wettbewerbe, viel Applaus und vor allem richtig gute Stimmung: Beim 45. Behindertensportfest auf dem Gelände der Raphael Gesellschaft waren Motivation und Freude überall zu spüren. Am Ende gab es verdiente Medaillen und Pokale und eigentlich nur Gewinner. 💪

Veranstaltet wurde das Sportfest vom Kreissportbund Eichsfeld, den Eichsfelder Werkstätten und der SG Medizin Heiligenstadt, unterstützt von der Bergschule St. Elisabeth. 🤝🏼

Mit dabei waren das Haus am Lunapark, die Lebenshilfe Leinefelde-Worbis, das St. Johannesstift Ershausen, die Tabaluga Förderschule, die St. Franziskus Förderschule, erstmals die KiTa Schwalbennest sowie die Raphael Gesellschaft.👏🏻

Auch zahlreiche Ehrengäste begleiteten den Tag: Bürgermeister Thomas Spielmann, Landrätin Marion Frant, Landtagspräsident und stellvertretender KSB-Vorsitzender Thadäus König, Christoph Köhler von Special Olympics Thüringen, Mario Hochberg vom Thüringer Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband sowie Mario Lamczyk und Lothar Kruse vom Kreissportbund Eichsfeld. 👍🏻

Seit 45 Jahren ist dieser Tag für viele Menschen mit Beeinträchtigung weit mehr als ein Sportfest. Er bedeutet Begegnung, Anerkennung, Selbstvertrauen und die Chance, die eigenen Fähigkeiten sichtbar zu machen. Hier stehen nicht Einschränkungen im Mittelpunkt, sondern Leistung, Freude, Teamgeist und das gemeinsame Erleben. Genau deshalb ist diese Tradition für so viele Menschen im Eichsfeld so wertvoll. ❤️
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